Mit dem Mietwagen und Uber durch Südafrika: Verkehrsmittel im Überblick

· 3 min read Practical
Mietwagen auf der Garden Route Küstenstraße Südafrika

Die richtige Wahl des Verkehrsmittels ist in Südafrika entscheidend: Das Land ist groß, öffentliche Infrastruktur für Touristen ist begrenzt, und die Entfernungen zwischen wichtigen Zielen sind erheblich. Wir erklären die Optionen.

Mietwagen: Die beste Wahl für die meisten Reisenden

Für die Garden Route, Kruger-Nationalpark, Weinlands und Drakensberg ist der Mietwagen klar die beste Transportoption. Das Straßennetz ist gut, die Schilder sind auf Englisch, und die Freiheit der eigenständigen Reise ist erheblich.

Der wichtigste Hinweis: In Südafrika gilt Linksverkehr. Das Steuerrad befindet sich rechts im Fahrzeug, gefahren wird auf der linken Fahrbahnseite. Für Deutsche (Rechtsverkehr gewohnt) braucht es eine kurze Eingewöhnungsphase, besonders:

  • An Kreuzungen: Reflexartig möchte man falsch abbiegen
  • Nach dem Tanken oder Parken: Rechte Seite im Blick behalten
  • Überholmanöver: Überholen auf der rechten Seite

Führerschein: Der deutsche EU-Führerschein wird akzeptiert. Ein internationaler Führerschein ist nicht zwingend, aber empfohlen - er erleichtert mögliche Polizeikontrollen.

Fahrzeugtyp:

  • Garden Route, Weinlands, Kapstadt: Standard-PKW genügt
  • Kruger (Hauptstraßen): Standard-PKW genügt auf asphaltierten Routen
  • Kruger (Schotterpisten, abgelegene Gates): Etwas größeres Fahrzeug empfehlenswert, Geländewagen nicht zwingend
  • Sani Pass (Lesotho), Wild Coast: 4×4 notwendig

Preise: R600–1.200/Tag für einen kompakten PKW (Stand 2026). Anbieter: Avis, Budget, Europcar, Tempest (lokal günstiger).

One-way-Gebühren: Mietwagen in Joburg aufnehmen und in Kapstadt abgeben oder umgekehrt ist möglich - meist Aufpreis R500–1.500.

Uber: Zuverlässig in allen größeren Städten

Uber funktioniert in Kapstadt, Johannesburg, Durban, Pretoria und Stellenbosch hervorragend. Die App ist in Südafrika verbreitet und Fahrer sind gut verfügbar - auch in der Nacht.

Warum Uber statt lokalem Taxi:

  • Fester Preis vor Abfahrt (kein Verhandeln)
  • Route wird aufgezeichnet (mehr Sicherheit)
  • Abrechnung per App - kein Bargeld nötig
  • Deutlich zuverlässiger als informelle Taxis

Preise:

  • Kapstadt Innenstadt–V&A Waterfront: R60–100
  • Kapstadt Innenstadt–Flughafen: R250–380
  • Stellenbosch–Franschhoek: R200–300

Einschränkung: In sehr ländlichen Gebieten (kleinen Dörfern, Nationalparks) kein Uber-Service.

Inlandsflüge: Günstig und zeitsparend

Südafrika hat ein gut entwickeltes Inlandsflug-Netz. Flüge sind der schnellste Weg zwischen Kapstadt und Johannesburg (ca. 2 Stunden Flug vs. 14 Stunden Fahrt).

Hauptanbieter:

  • FlySafair: Günstigste Option, sehr pünktlich, Gepäck extra
  • Airlink: Größtes Streckennetz, verbindet auch kleinere Städte
  • Kulula: Günstig, Teil von British Airways South Africa
  • South African Airways: Ehemaliger Flaggträger, eingeschränkter Betrieb

Typische Preise (Stand 2026):

  • Johannesburg–Kapstadt: R600–1.500 je nach Vorlaufzeit
  • Johannesburg–Durban: R400–900
  • Johannesburg–Nelspruit (Kruger): R450–900

Empfehlung: Frühbuchen (6–8 Wochen im Voraus) für beste Preise. Flexible Reisende buchen 2–4 Wochen vorher oft Restplätze günstig.

Hauptflughäfen:

  • OR Tambo International (Johannesburg): Größtes Drehkreuz
  • Cape Town International: Gut ausgebaut
  • King Shaka International (Durban)
  • KMIA Nelspruit (Krugerzugang)

Baz Bus: Für Backpacker und Flexiblere

Der Baz Bus ist ein Hop-on-hop-off-Shuttleservice, der Backpacker-Hostels entlang der Hauptrouten verbindet. Routen:

  • Kapstadt → Garden Route → Port Elizabeth → Durban
  • Durban → Johannesburg

Vorteil: Keine Mietwagenkosten, Gepäck mitgenommen, direkte Anbindung an Hostels. Nachteil: Fester Fahrplan, langsamer als Mietwagen, nur Hostels und Backpacker-Unterkünfte als Endpunkte.

Preise: Wochenpass ca. R1.800–2.500 (Stand 2026). Einzelstreckentickets möglich.

Was es nicht gibt: Öffentlicher Fernverkehr

Südafrika hat keine funktionale Intercity-Bahnverbindung für Touristen. Die Shosholoza Meyl-Züge zwischen Johannesburg und Kapstadt existieren, sind aber sehr langsam (28+ Stunden), selten pünktlich und für Touristenzwecke nicht empfehlenswert.

Luxury Train: Der Rovos Rail oder Blue Train verbinden Kapstadt und Pretoria in 2 Tagen - ein Erlebnis in sich, aber touristisch-luxuriös, nicht als Transport.

Intercity-Busse (Greyhound, Translux) sind günstig, aber langsam und für lange Strecken ermüdend.

Kombination für eine typische Südafrika-Rundreise

Empfohlene Transport-Kombination für 2–3 Wochen:

  1. Anflug: Johannesburg (OR Tambo)
  2. Kruger: Mietwagen ab Joburg oder Nelspruit (Inlandsflug)
  3. Johannesburg → Kapstadt: Inlandsflug FlySafair
  4. Kapstadt + Halbinsel: Mietwagen oder Uber
  5. Garden Route: Mietwagen, Rückgabe Kapstadt oder Joburg
  6. Weinlands: Mietwagen oder Wine Tram

Diese Kombination deckt die wichtigsten Regionen ab und optimiert Zeit vs. Kosten.


Mietwagen in Südafrika buchen via GetRentacar

Book an experience

Top tours to book now

Already planning? These are the most popular experiences for this destination.

Copied!
Copied!